Nierenerkrankungen beim Hund – Wie du sie erkennst und deinem Freund helfen kannst

Nierenerkrankungen beim Hund – Wie du sie erkennst und deinem Freund helfen kannst

Leidet dein Hund unter Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit oder stumpfem Fell? Trinkt er seit einiger Zeit mehr als sonst oder muss er häufiger Wasser lassen? Dann lass doch zur Sicherheit mal die Niere deines Fellkumpels untersuchen. Diese ist ein extrem wichtiges Organ und für die Gesundheit deines Hundes unverzichtbar. Weil sie so viele unterschiedliche und lebenswichtige Aufgaben hat, kann ein Funktionsverlust schlimme Folgen haben. Warum die Nieren so wichtig sind, woran du eine Nierenerkrankung erkennst und wie du deinem Vierbeiner helfen kannst, das haben wir im folgenden Artikel mal für dich unter die Lupe genommen.

Die Niere des Hundes: Aufbau und Funktion

Die Nieren deines Hundes sind paarweise angelegt, das heißt, er hat zwei davon. Ihre Form ähnelt der einer Bohne. Die Nieren liegen links und rechts neben der Wirbelsäule im Lendenbereich und eine Fettschicht schützt die empfindlichen Organe. Die Niere ist ein Entgiftungsorgan, das heißt, sie filtert das Blut und befreit den Körper von Abfallstoffen. Der Körper pumpt ständig Blut durch die Nieren.

In der Nierenrinde befinden sich unzählige Nierenkörperchen, so genannte Nephronen, die das Blut deines Hundes filtern. Und zwar so schnell und effizient, dass in ein paar Minuten das gesamte Blut einmal durchgefiltert wird! Dabei entsteht der Primärharn. Dieser gelangt dann ins Nierenmark, wo er nochmal gefiltert wird und wo sich der Körper die Stoffe zurückhält, die er noch braucht. Aus dem Blut herausgefiltert werden zum Beispiel die für den Körper giftigen Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels wie Ammoniak und Kreatinin. Stoffe, die der Körper sich wieder zurückholt sind hauptsächlich Wasser, Mineralstoffe, Eiweiß und Zucker.

Die Filteranlage im Nierenmark macht also aus mehreren Litern Primärharn wenige Milliliter Endharn, die im Nierenbecken gespeichert werden. Von dort aus transportiert sie der Körper über die Harnleiter in die Blase und scheidet sie als Urin aus. Hast du dich schon mal gefragt, wieso der Urin eine gelbliche Farbe hat? Daran ist das Bilirubin schuld. Bilirubin ist ein gelbes Abbauprodukt der Blutfarbstoffs Hämoglobin, wird mit dem Urin ausgeschieden und gibt ihm seine typische Farbe.

Neben der Reinigung des Bluts haben die Nieren deines Hundes aber noch weitere Aufgaben: Sie regulieren den Blutdruck, produzieren Hormone, steuern den Elektrolythaushalt und den ph-Wert. Außerdem kontrollieren sie den Blutzuckerspiegel und sind an der Blutbildung beteiligt. Wie du siehst, sind gut funktionierende Nieren unverzichtbar für deinen gesunden Hund!

Nierenerkrankungen beim Hund: Wie kommt es dazu?

Es gibt viele Faktoren, die die Nieren deines Hundes schwächen oder krank machen können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Genetische Veranlagung
  • Übergewicht
  • Zu geringe Trinkmenge
  • Ungesunde Ernährung
  • Diabetes
  • Häufige Blasen- und Harnwegsinfekte
  • Medikamente

Fällt dir auf, dass du einige Risikofaktoren beeinflussen kannst? Durch eine gesunde Lebensweise, das heißt mit artgerechter Fütterung, ausreichend Wasser, viel Bewegung und einem gut überlegten Medikamenteneinsatz kannst du schon viel für die Gesunderhaltung der Nieren deines Hundes tun.

Was passiert, wenn die Niere geschädigt wird? Letztlich kommt es zum Absterben der Nierenkörperchen. Die verbliebenden können logischerweise die vielfältigen Funktionen der Nieren nicht mehr ausreichend aufrechterhalten. Diesen Zustand nennt man Niereninsuffizienz. Die Folgen sind nicht nur Blutdruckprobleme und Hormonstörungen, sondern vor allem eine Vergiftung des Körpers, da die Nieren das Blut nicht mehr von Schlackenstoffen befreien können.

Das große Problem: Die Nieren besitzen, im Gegensatz zur Leber, keine große Regenerationsfähigkeit. Sind die Nephronen also einmal geschädigt, sind sie unwiederbringlich verloren.

Nierenerkrankungen beim Hund: Woran erkennst du sie?

Leider macht sich eine Nierenerkrankung erst sehr spät bemerkbar. Bei einer beginnenden Niereninsuffizienz hat dein Hund keine Schmerzen. Es kommt erst zu deutlich erkennbaren Zeichen wie beispielsweise Blut im Urin oder erhöhten Nierenwerten, wenn schon eine große Anzahl der Nierenkörperchen abgestorben sind. Die Symptome einer chronischen Niereninsuffizienz sind vielfältig und oft sehr schwer zu erkennen beziehungsweise zu differenzieren:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Stumpfes Fell
  • Müdigkeit und Antriebsschwäche
  • Fieber
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Zahn- oder Zahnfleischentzündungen und blasse Schleimhäute

Symptome, die schon deutlicher auf Nierenprobleme hinweisen sind

  • Blut im Urin
  • Häufiger Harndrang, vermehrtes Wasserlassen (Polyurie)
  • Inkontinenz
  • Vermehrtes Wassertrinken (Polydipsie)
  • Anämie (Blutarmut)

Solltest du eines oder mehrere dieser Symptome bei deinem Fellkumpel feststellen, warte nicht zu lange. Je früher eine Nierenschädigung erkannt wird, umso mehr Möglichkeiten gibt es noch, deinem Hund zu helfen.

Niereninsuffizienz: Akuter und chronischer Verlauf

Zu einer akuten Niereninsuffizienz kommt es, wenn die Niere plötzlich nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Das kann zum Beispiel durch akuten Blutverlust, Schockzustand, Blasensteine oder eine schwere Infektionskrankheit ausgelöst werden. Eine chronische Niereninsuffizienz entsteht, wenn langsam durch gewisse Faktoren die Nephronen absterben und die Nieren immer mehr ihrer Funktionsfähigkeit einbüßen.

Wie bereits erwähnt, ist die genetische Disposition ein entscheidender Risikofaktor für Nierenerkrankungen. Bestimmt Rassen sind häufiger betroffen als andere. Dazu gehören Dobermann, Golden Retriever, Rottweiler, Berner Sennenhund, Beagle und Terrier.

Wenn die Niere nicht mehr funktioniert – Welche Diagnostik gibt es?

Um eine Niereninsuffizienz zu diagnostizieren, misst der Tierarzt den Blutdruck deines Hundes und untersucht sein Blut. Wenn die Niere nicht mehr richtig funktioniert, kann sie die harnpflichtigen Stoffe wie Harnstoff, Kreatinin und Phosphate nicht mehr ausreichend aus dem Blut herausfiltern. Diese Parameter sind deshalb bei einer Nierenerkrankung erhöht und aussagekräftige Messwerte zur Einschätzung der Niereninsuffizienz.

Außerdem besteht die Möglichkeit, den Urin deines Vierbeiners zu untersuchen und das so genannte spezifische Harngewicht (SHG) bestimmen. Mithilfe dieses Wertes kann die verbliebene Funktion der Niere gut beurteilt werden.

Beim Verdacht auf eine Niereninsuffizienz kann zusätzlich ein Ultraschall der Nieren gemacht werden, um deren Größe und Struktur zu kontrollieren.

Nierenerkrankungen beim Hund: Was kannst du tun?

Wichtig ist es, wenn möglich, die Ursache zu erkennen und zu beheben. Das ist beispielweise der Fall, wenn es sich um eine Infektionskrankheit handelt. Ansonsten ist das oberste Ziel, die verbliebenen Nierenzellen so gut und lange wie möglich zu erhalten.

  • Halte die regelmäßigen Kontrollen beim Tiertherapeuten ein
  • Gib deinem Hund, in Absprache mit Tierarzt oder Tierheilpraktiker, die entsprechenden Medikamente
  • Kontrolliere, ob dein Hund andere Medikamente oder Stoffe zu sich nimmt, die die Nierenfunktion negativ beeinflussen können
  • Eine salz- und eiweißarme Ernährung hilft, die Nieren deines Hundes nicht zusätzlich zu belasten, was nicht bedeutet, dass du kein Fleisch mehr füttern, sondern auf eine eiweißarme Fleischsorte setzten solltest
  • Stelle deinem Hund ausreichend Wasser zur Verfügung, wenn er vermehrten Harndrang hat
  • Vermeide Stress! Bei Stress werden Stresshormone und Schlackenstoffe gebildet, die dein Hund dann nicht mehr abbauen kann
  • Es kann sinnvoll sein, gewisse Vitamine, wie Vitamin C und B, zuzufüttern, um bei chronischer Niereninsuffizienz einem Mangel vorzubeugen
  • Sprich deinen Tierarzt oder deinen Tierheilpraktiker auf pflanzliche Helfer an. Die Natur hat einiges zu bieten, um die Nieren deines vierbeinigen Freundes zu unterstützen
  • Hände weg von angeblichem Nierendiätfutter!

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