Gesunder Darm: gesunder Hund!

Gesunder Darm: gesunder Hund!

Was du für die Darmflora deines Vierbeiners tun kannst

Gesunder Darm: gesunder Hund! Alle Krankheiten beginnen im Darm. Sicher hast du diese Aussage schon mal gehört und dich vielleicht gefragt, wieso das so ist. Warum ist es so wichtig, dass dein Hund eine intakte Darmflora hat? Wie kommt es, dass ein kranker Darm so viele unterschiedliche gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann? Der Darm deines Hundes ist für viel mehr als nur die Verdauung der Nahrung zuständig. Außerdem steht er mit sehr vielen Organen in Verbindung, die durch eine Störung im Darm mit beeinträchtigt werden. Im folgenden Artikel erfährst du, wie der Darm und der gesamte Verdauungstrakt deines Fellkumpels aufgebaut sind und wie das System funktioniert. Du fragst dich, ob und wie du Einfluss nehmen und deinem Hund etwas Gutes tun kannst? Wir haben Expertentipps für dich!

 

Gesunder Darm, gesunder Hund: So ist der Verdauungstrakt aufgebaut

Folgende Organe gehören zum Verdauungstrakt:

  • Maul mit Lefzen, Zähnen, Zunge, Speicheldrüsen, Rachen
  • Speiseröhre
  • Magen
  • Leber, Gallenblase
  • Bauchspeicheldrüse
  • Dünndarm
  • Dickdarm
  • After

Gesunder Darm, gesunder Hund: Wie funktioniert die Verdauung?

Die erste Station des Verdauungstrakts ist das Hundemaul. Im Gegensatz zum Menschen enthält der Speichel des Hundes aber keine Verdauungsenzyme, denn der Hund schlingt seine Nahrung extrem schnell hinunter. Er ist ein Rudeltier und will nicht teilen! Der Speichel aus den Speicheldrüsen dient also lediglich dazu, die Nahrung gleitfähig zu machen, sodass sie durch Schlucken in den Rachen und die Speiseröhre und durch Muskelkontraktion weiter in den Magen transportiert werden kann.

Im Magen wird die Nahrung mit Magensaft angereichert und zu einem Brei verarbeitet. Die Drüsen der Magenschleimhaut bilden außerdem Enzyme. Diese Pepsine bereiten die Nahrung zur Aufspaltung der Proteine auf. Vielleicht fragst du dich gerade, wieso der Magen sich nicht selbst verdaut, wo er doch die zersetzende Magensäure produziert? Das Organ schützt sich durch einen Schleim, den ebenfalls die Zellen in der Magenwand produzieren und der den Magen von innen auskleidet und schützt.

Vom Magen geht’s für den Nahrungsbrei weiter in den Zwölffingerdarm, den ersten Abschnitt des Dünndarms. Wie bei allen Fleischfressern ist dieser bei deinem Hund sehr kurz, sodass er pflanzliche Stoffe, die einen längeren Verdauungsprozess benötigen, nicht gut verdauen kann. Im Zwölffingerdarm (Duodenum) treffen die Säfte aus Gallenblase und Bauchspeicheldrüse auf die Nahrung. Die Gallenflüssigkeit neutralisiert die Magensäure und löst und bindet Fettsäuren. An dieser Stelle beginnt also die Fettverdauung. Auch der Pankreassaft hilft bei der Verdauung von Fetten und Kohlenhydraten. Auf dem weiteren Weg durch den Dünndarm beginnt die Resorption, wobei der Körper die aufgespalteten Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate und das Wasser aus dem Nahrungsbrei aufnimmt.

Der Dickdarm hat die Aufgabe, den unverdaulichen und nicht verwertbaren Futteranteilen das Wasser zu entziehen. Außerdem werden hier noch wasserlösliche Vitamine, Salze und essentielle Fettsäuren resorbiert. Der eingedickte Nahrungsbrei wird nun Richtung After transportiert und dann ausgeschieden.

Zwischenfazit Darmgesundheit

Allein mit dem Wissen, wie der Darm deines Hundes aufgebaut ist und wie das Verdauungssystem funktioniert, kannst du schon folgendes sagen: Trockenfutter, das schwer verdaulich ist und etwa 12 Stunden im Darm verweilt, ist nichts für deinen Vierbeiner! Denn er ist von Natur aus ein Fleischfresser mit einem kurzen Darm. Die Verweildauer des Futters sollte also entsprechend kurz sein.

Achtung Magendrehung: Eine Besonderheit bei Hunden ist, dass der Magen in der Bauchhöhle schlecht befestigt ist. Deshalb kann es gerade bei großen und flachbrüstigen Hunden leicht zu einer Magendrehung kommen! Zeigt dein Hund Symptome wie einen aufgeblähten Bauch, blasse Schleimhäute, speicheln, hecheln oder würgen und erkennst du Schmerzäußerungen, ist das ein Notfall und du musst sofort zum Tierarzt!

Gesunder Darm, gesunder Hund: Welche Rolle spielt die Darmschleimhaut?

Im Darm befindet sich das so genannte Mikrobiom, eine riesige Lebensgemeinschaft von Bakterien, Viren, Pilzen und Einzellern. Das Mikrobiom hilft bei der Verdauung, verhindert die Ausbreitung krankmachender Keime und ist unverzichtbar für das Immunsystem. Zu den wichtigsten Bakterienstämmen zählen zum Beispiel die Bifidobazillen, Lactobazillen und Enterokokken.

Wann entwickelt sich das Mikrobiom? Vor der Geburt hat der Hund einen sterilen Darm, der während der Geburt die ersten Bakterien aufnimmt. Das Mikrobiom wird also in der Welpenzeit nach und nach aufgebaut. Das komplexe Ökosystem, das das Immunsystem direkt trainiert, entwickelt sich.

Die Mikrobiom hat folgende Aufgaben:

  • Unterstützung der Darmbewegung
  • Anregung der Durchblutung der Darmschleimhaut
  • Unterstützung des Stoffwechsels im Darm
  • Aufnahme von Nährstoffen in den Organismus
  • Bekämpfung von schädlichen Toxinen
  • Produktion von Vitaminen aus dem B-Komplex und Vitamin K

Außer der Darmflora enthält die Schleimhaut noch so genannte Lymphfollikel, die Feinde wie Viren und Bakterien erkennen und mithilfe von Antikörpern ausschalten. Der Darm erledigt also 70 Prozent der Immunabwehr!

Bakterien und Pilze eines gesunden Mikrobioms sind:

  • Escherichia (E.) coli und Varianten
  • Enterobacteriaceae
  • Enterococcus sp.
  • Bifidobakterien sp.
  • Laktobakterien sp.
  • Bakteroides sp.
  • Candida sp.
  • Geotrichum sp. und weitere Pilze.

 

Achtung! Wenn dein Hund ein Antibiotikum nehmen muss, tötet das nicht nur die schädlichen Mikroorganismen ab, sondern auch die Bakterien und Pilze, die der Hundedarm dringend braucht. Zur Antibiotikagabe solltest du also gleichzeitig die Darmflora deines Kumpels aufbauen und schützen! Wie das geht? Dazu später mehr!

Gesunder Darm, gesunder Hund: Anzeichen für eine gestörte Darmflora

Der Kot: Wenn dein Hund mehr als drei Mal pro Tag Kot absetzt oder die Konsistenz zu weich oder zu fest ist, solltest du hellhörig werden! Du kannst davon ausgehen, dass mit dem Mikrobiom deines Hundes etwas nicht stimmt.

Darmgeräusche: Starke Verdauungsgeräusche nach dem Fressen deuten, genauso wie Blähungen und Pupsen, auf eine gestörte Darmflora hin.

Gewichtsabnahme: Wenn dein Hund an Gewicht verliert oder dein Welpe nicht richtig zunimmt, solltest du zuerst den Darm überprüfen.

 

Weitere Anzeichen für ein gestörtes Mikrobiom sind das Fressen von Erde oder Kot anderer Hunde, Aufstoßen oder Reflux und das Auftreten von Allergien oder Unverträglichkeiten sowie schuppiges Fell.

Gesunder Darm, gesunder Hund: Was haben Galle und Pankreas damit zu tun?

Für eine funktionierende Verdauung sind Galle und Bauchspeicheldrüse extrem wichtig. Wenn die Gallenblase zu wenig Gallenflüssigkeit in den Dünndarm ausscheidet, gibt es Probleme mit der Fettverdauung und der Körper kann lebenswichtige Vitalstoffe nicht aufnehmen. Gelangt wiederum Gallensäure in den Dickdarm, nennt man das Gallensäureverlustsyndrom. Ein Reizdarm ist die Folge.

 

Bei einer Unterproduktion von Pankreassaft (Pankreasinsuffizienz) kommt es zu Problemen mit der Fett-, Eiweiß und Kohlenhydratverdauung.

Achtung! Bei oben genannten Symptomen solltest du also auch immer Galle und Bauchspeicheldrüse mit untersuchen lassen!

Gesunder Darm, gesunder Hund: Was kannst du als Besitzer tun?

Glücklicherweise gibt es einiges, was du für den Darm und damit die Gesundheit deines Fellfreundes tun kannst. Mit einfachen Mitteln kannst du viel bewirken!

 

  • Überprüfe, vielleicht auch ab und zu präventiv, die Darmflora deines Hundes. Das geht zum Beispiel über den Kotfloracheck von Enterosan Vet.. Sprich den Tierarzt deines Vertrauens oder deinen Tierheilpraktiker darauf an!

 

  • Auch beim Hund gilt: Du bist was du isst! Es ist absolut entscheidend, wie du deinen vierbeinigen Freund ernährst. BARF ist die natürlichste und somit gesündeste Methode. Fertig- und Trockenfutter haben im Darm deines Hundes nichts zu suchen! Er ist ein reiner Fleischfresser!

 

  • Unterstütze die Darmgesundheit mit regelmäßigen Kräuterkuren.

 

  • Vermeide unnötige Wurmkuren, weil sie das Mikrobiom deines Hundes zerstören. Entwurme zweimal im Jahr selektiv! Mehr zu dem Thema findest du im Blogartikel zum Thema „Sinnvolle Entwurmung“ auf oaft.de/blog

 

  • Antibiotikagabe nur mit gleichzeitigem Darmaufbau

 

  • Schon im Welpenalter kannst du die Darmflora deines Tieres mit natürlichen Mitteln unterstützen. Das geht beispielsweise super mit unserer Mischung „Giardia Garaus“.

 

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